fogetting us, forgetting everything
Lang, lang ist´s her.

...seitdem ich hier geschrieben habe. Nun gibt es wieder einen ''großartigen'' Grund dafür. Nun, es hat sich vieles geändert, ect. pp. und heute geht das zu Ende, was mich seit etwas mehr als einem Jahr beschäftigt hat: Die Unterhaltsklage gegen meinen Vater. Das liebe Geld, wie immer.

 Es ist mir unverständlich, wie ein Mensch, der ein solches Maß an Egoismus, Narzismus und Grausamkeit in sich trägt, genau das bekommt, was er nicht verdient hat. Aber anscheinend muss man mittlerweile 'Arsch' sein, um in dieser Welt überhaupt noch bestehen zu können. Ich bezeichne diesen Tag als den Tag, an dem mein Vater starb. Für mich.

170€ muss er für jeden Monat seit Februar nachbezahlen. Ein lachhafter Betrag, wenn ich daran denke, dass die Schulbücher dieses Jahres und der vorgeschriebene Taschenrechner schon weit über 100€ verschlungen haben. Dazu gerechnet die Kleidung, die ich nicht besaß, denn von 300€ im Monat lassen sich schlecht Klamotten kaufen, wenn man sonst noch alles bezahlen muss, dementsprechend kam ich fast nackt zu meiner Mutter. Nochmal hinzu kommt das Essen, was ich esse, der Strom, den ich verbrauche, das Wasser, die Heizung und und und. Das sollten 170€ im Monat sein? Dass ich nicht lache!

Des Weiteren muss der Herr ab Oktober nur 200€ Unterhalt überweisen. Wenn man bedenkt, dass er einen Job haben könnte, bei dem er mehr als 3.000€ brutto verdienen könnte und etwa 1.700€ behalten würde, erneut ein lachhafter Betrag. Selbst meine Mutter, die weitaus weniger verdienen kann und zudem auf ein fiktives Gehalt von ihm verklagt wurde, hatte 205€ zu bezahlen. Wird langsam verständlich, was ich meine?

Er bescheißt den Staat, indem er in der Privatinsolvenz einen Selbstbehalt von 1350€ behält, obwohl sein Kind lange ausgezogen ist, er stellt Forderungen, obwohl er in der Angeklagtenbank sitzt und er tut alles, um nicht für sein Kind, SEIN KIND, zahlen zu müssen! Und natürlich stellt er sich in seiner eigenen Internetpräsenz steht´s als der Gute dar und das Opfer. Wenn er alt wird und Pflege braucht, kann er sich getrost an seinen "Mustersohn" wenden, der nichtmal ne Ausbildung hat und immernoch bei Mutti rumgammelt, während seine Ex mit dem Kind lebt.

Irgendwie kann ich meiner Wut gar keinen Ausdruck verleihen. Ich weiß nichtmal, ob es wirklich Wut ist, was an die Oberfläche gelangt, dafür bin ich viel zu gut im verdrängen und Gefühle verschließen. Aber die Tatsache, dass meine Mutter am Telefon geweint hat, lässt mich Mordgedanken fassen. Niemand, wirklich niemand, der meine Mutter zum Weinen bringt, darf sich bei mir nochmal blicken lassen. Ihren Ex eingeschlossen, den ich nur in Ruhe lasse, weil ich mir sage, dass man am Boden liegende Menschen nicht tritt.

Eigentlich habe ich schon lange keinen Vater mehr, aber erst heute wird mir bewusst, dass ich auch meinen alten Vater nicht vermisse. Er war schon immer so, wie er jetzt ist -früher wusste er es nur besser zu verbergen. Früher lohnte ich mich auch noch als Geldbringer. Ich will ihn nie wiedersehen, keinen Kontakt mehr haben und ihn einfach als tot ansehen. Es ist besser, wenn meine Kinder später keinen Opa haben, als einen, der sie nicht liebt und um des lieben Geldes wegen keine Geschenke oder sonstwas schickt.

 

Ich wünsche ihm mehr Zeit zwischen Bett und Heizung, nichts Anderes. Dort ist sein Vater gestorben und ich wünsche ihm einfach, dass er nochmal alles, was er gesagt und getan hat überdenken kann, bevor er stirbt. Vielleicht bereut er dann, was ich allerdings bezweifle. Sterben wird er sowieso irgendwann, da brauch ich ihm den Tod nicht auch noch wünschen.

28.9.11 14:48
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



» Archiv » Design » Picture

Gratis bloggen bei
myblog.de