fogetting us, forgetting everything
Kleines Spielchen gefälligst?

...manchmal möchte ich, dass man mich auf diese Weise vorwarnt, wenn man irgendwelche Psychospiele mit mir spielen möchte.

 Ich habe mich vor kurzem von meinem Freund getrennt und dachte, dass das Selbstmord-Tamtam, was er bis jetzt jedes Mal abgezogen hat, wobei ich aber immer wieder nachgegeben hab, das Letzte wäre, über das ich stehen muss. Nachdem ich den Herrn wieder auf die gerade Bahn palavert habe, war auch alles prima, er hat sogar einige Scherze gemacht. Gestern Abend ging er mir dann, leider, wieder tierisch auf die Nerven, tat so, als hätte ich ihm seine zweite Familie weggenommen (Er kann mich gerne besuchen, nur in Begleitung mit Anderen aus unserer Clique und in einem Zelt übernachtend) und erzählte mir Geschichten, die ich überhaupt nicht hören wollte. Dann fragte er plötzlich warum ich ''so komisch'' wäre. Daraufhin meinte ich, dass er mich grad nervt und dass ich meine Ruhe haben möchte. Tja, wohl zu hart für den armen, verweichlichten Kerl, der ja aaaaaaaalles mit mir verloren hat. Um 09:35 Uhr heut morgen kam dann eine uminöse Sms von einer uminösen Nummer und niemand hat unterschrieben. Im Inhalt stand, dass mein Ex einen Schlaganfall (mit 24, gut und schön, kann alles sein...) hatte und nun im Krankenhaus liegt. ''Ich bin bei ihm'' schrieb Herr/Frau Unbekannt netterweise dazu. Herr/Frau Unbekannt siezte mich auch freundlicherweise. Daraufhin schrieb ich zurück, dass ich beruhigt sei, dass er in guten Händen ist. Daraufhin kam (Originalwortlaut!) folgendes zurück: Hallo man kann noch nicht gut sagen ihn hat es wohl richtig abbekommen. Ich reiche es ihm weiter. <Denkfehler Nummer 1: Ich habe nicht gefragt, ob es ihm schonwieder gut geht, sondern lediglich gesagt, dass er in guten Händen sei. Ich glaube Denkfehler Nummer 2 muss ich nicht weiter erläutern, oder? Ich bin kurz davor bei dieser Nummer anzurufen. Oder bei seinem Opa, der sich bestimmt freut, dass er mich wiedermal verarscht. Oder bei der Polizei, damit die am 11.05. seine Wohnung für mich öffnen, damit ich meine Sachen rausbekomme. Aber ich glaube ich möchte mich einfach nicht auf dieses Spielchen einlassen, das ist mir zu blöd.

 Aber wirklich erstaunlich, was für ''gute'' Ideen hinter dieser Sms stecken. Ich mein, hey! Ein Sms-Benachrichtigungsservice für alle Angehörigen erspart einem das lästige ''Mein Beileid''-Gerede, bei dem man ganz sanft sprechen muss. Und die Patienten mit Vornamen anreden, mensch, das wär toll! Und natürlich ständig einen Notarzt dabei zu haben, für den Fall das man einen Schlaganfall bekommt, ist natürlich auch nicht schlecht. Ansonsten hätte der Herr nämlich definitiv nicht ins Krankenhaus kommen können. Aber naja, was solls. Ich bin gespannt, wann er den Laptop ins Krankenhaus bekommt und mit mir schreiben kann, wo man doch mit nem Schlaganfall seine Hände so gut unter Kontrolle hat.

28.4.11 23:54
 


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