fogetting us, forgetting everything
Schlaflos die Dritte. Gefühlsausbruch die Erste.

Ich kann seit gut einer Woche nicht mehr richtig schlafen. Jedes Mal, wenn ich den Pc oder den Fernseher ausschalte, weil ich müde bin, liege ich wach da und warte auf den Schlaf, bis ich nach einer Stunde wieder aufgebe und irgendwas tue. Drei Mal bin ich auf dem Sofa eingeschlafen, vor körperlicher Erschöpfung, weil mein Kopf nicht mehr mitmachen wollte, ebenso wenig wie meine Muskeln, doch auch dann habe ich mich nur wenige Stunden erholen können. Dementsprechend war ich seit gut einer Woche nicht mehr in der Schule, weil ichs einfach nicht geschafft habe, emotional und körperlich. Ich weiß, dass das größtenteils mit Depressionen zu tun hat und dass ich nur mit Aktivität da raus komme, aber ich hab Angst. Angst vor dem Abschied von meinen Freunden, Angst vor dem, was mich bei meiner Mutter erwartet, wenn ich so weitermache, wie bisher. Ich will nicht, dass das gute Verhältnis mit ihr an mir scheitert. Will nicht, dass sie unter mir leidet. Es war egoistisch und naiv zu glauben, dass wirklich alles gut wird, wenn ich zu ihr ziehe. Klar, es würde mir besser gehen, aber das ändert nichts an meinem Wesen, an meinem Charakter, welcher innerhalb von mehreren Jahren zu einem Monstrum an Kälte und Ignoranz gewachsen ist, vermischt mit Wärme und Liebe. Mittlerweile zweifle ich an mir selbst, weiß nicht mehr, wer ich wirklich bin, welche meiner vielen Seiten und Gefühlsausbrüchen die Wahren sind. Früher habe ich aus Spaß gesagt "Manchmal habe ich Angst vor mir selbst!", heute habe ich es wirklich. Ich denke nicht nach, über das was ich tue und wenn ich darüber nachdenke, dann nicht genügend. Ebenso kann ich mich nicht selbst überwinden, kann nicht über meinen eigenen Schatten springen, den Schweinehund nicht besiegen. Kann mich nicht aufraffen etwas zu tun, weil ich weiß, dass ich wieder was falsch mache. Blöd nur, dass ich selbst mit meiner Untätigkeit etwas falsch mache. Was ist falsch, was richtig? Wie kann ich es meinem Umfeld zumindest einigermaßen recht machen, ohne mich darin zu verrennen? Manchmal denke ich Gedanken, vor denen ich zurückschrecke, die mich selbst schocken und frage mich, warum ich sowas denke. Aus Verzweiflung? Sind es wirklich meine Gedanken? Und wo, verdammt, ist das unbeschwerte Mädchen hin, das lachen konnte, das schlafen konnte, das in der Schule saß und gute Noten schrieb? Wann habe ich es verloren und wo? Wieso? Viele erleben mich als freundlich, witzig, durchgedreht. Andere erleben mich als nachdenklich, still und höflich. Und wieder andere meinen ich wäre streitsüchtig, asozial und gefühlskalt. Dazwischen irgendwo bin ich auch noch sensibel, emotional und irgendwie unterwürfig, obwohl ich in einer Gruppe doch dominant bin, meine Meinung deutlich vertrete. Wer bin ich? Kann ich all das sein, oder ist dieses Zerwürfnis meiner Persönlichkeit daran schuld, dass alles schief läuft und ich es niemandem, nicht einmal mir selbst, recht machen kann?

Psychologen anwesend, die sich bitte durch den Mist durchwühlen möchten, ohne mir zu sagen, dass ich eine Therapie brauch? Das wurde mir oft genug gesagt, ich möcht mal ne Meinung hören, die nichts mit therapeutischen Dingen zu tun hat. Nur so, für mich.

4.2.11 10:49
 


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