fogetting us, forgetting everything
Schlaflos die Zweite.

Tja, da sitz ich hier schonwieder und kann nicht schlafen, warum auch immer. Kennt ihr diese unbestimmte Unruhe, die einen manchmal hinterrücks anfällt, wenn man schlafen will? Das Herz klopft lauter als vorher und die Augen starren an die Decke, ohne zufallen zu wollen. Da kann man noch so müde sein, solange diese Unruhe da ist, geht einfach nichts mit Schlaf. Und dann macht man sich Gedanken. Erstmal fragt man sich, warum man denn -verdammt nochmal!- jetzt schonwieder nicht schlafen kann. Dann lässt man den Tag revue passieren und TADA! da findet man die Ursache. Zumindest in 95% der Fälle, mal einfach so behauptet. Gegenmeinungen? Her damit!

Da sitzt man dann nun also -oder liegt- und macht sich Gedanken über den Tag und mit jedem Gedanken über den Tag, kommt ein anderer Gedanke, meistens dieser miese, fiese, pissige, ungewollte und trotzdem immer wieder gedachte 'Was wäre gewesen, wenn...?'-Gedanke. Merkt man, dass ich ihn nicht mag, aber trotzdem süchtig nach ihm bin? Sozusagen eine Hassliebesbeziehung. (Komische Vorstellung... Wie würde unser Kind heißen) Und daaaann gehts richtig los. Man malt sich etliche Möglichkeiten aus, wie man es anders hätte machen können, was am besten gewesen wäre, ob man das vielleicht nicht hätte sagen sollen, wie es dann ausgegangen wäre und und und und! Tja, doof nur, dass das alles schon geschehen ist -kommt dann als nächster Gedanke. Gleich darauf folgt dann allerdings diese miese fiese Sehnsucht nach dem Zurückdrehen der Zeit (In manchen Fällen auch die Sehnsucht nach dem Tod, übrigens.), bis man schließlich frustriert aufgibt und eiscnhläft. Oder die Nacht durchheult und nicht weiß, was man machen soll.

Stellt euch vor, in solch einer Nacht bin ich auf die Idee gekommen zu meiner Mutter zu ziehen und in der heutigen Nacht verfluche ich wieder alles, weil die dortige Schule nicht meinen Erwartungen entspricht. Trotzdem bleibt mein Entschluss zu ihr zu ziehen bestehen, auch wenn ich mit dem Gedanken spiele, statt dem Schulbesuch eine Ausbildung anzufangen. Egal, wie ich es mache, irgendwie mach ich es schon, hoffer ich zumindest. Das einzig Blöde ist nur, dass wieder die Art von 'Problemen' auf mich zukommt, die ich absolut nicht mag. Nämlich die Probleme, die meine Zukunft betreffen und die ich wahrscheinlich dermaßen in den Sand setzen werde, dass es wieder auf einen halben Nervenzusammenbruch hinausläuft.

Ist das Leben nicht schön? Made my day.

31.1.11 02:54


Sonntagabend.

Kann mir irgendjemand eine Frage beantworten, die mir schon den gesamten Tag auf der Seele brennt?

Was, zur Hölle, soll man sonntags, ohne Geld, machen? Vorausgesetzt man hat keine Lust spazieren zu gehen, den Fernseher zu benutzen und zusätzlich keine Lust auf den Laptop, weil das lahme Internet einen ärgert. Alle Freunde sind ausgeflogen, die Familie zu weit weg.

Seit etwa 14 Uhr langweile ich mich zu Tode. Schreiben? Fehlanzeige, mir ist kein einziges Wort aus dem Kopf geschlichen, kreative Flaute sozusagen. Irgendetwas spielen? Das einzige Spiel, auf das ich Lust hätte, liegt wundervoll bei einer guten Freundin, die leider nicht da war, bis jetzt. Also sitze ich motivationslos vor dem Fernseher, schaue irgendwelche Filme, die mich nur noch mehr langweilen, weil nichts besseres läuft oder spiele irgendwelche Rätselspiele auf dem Laptop.

Sind Sonntage nicht eine wundervolle Erfindung zum 'entspannen' und 'ruhen', wenn man doch nur den halben Tag in der Wohnung rumtigert? Die maximale Schrittzahl von damals habe ich wohl bei weitem überschritten. Wer steinigt mich?

30.1.11 21:55


Typisch Mann, typisch Frau?

Wie so viele andere Menschen dieser Welt sitze auch ich gerade vorm Fernseher und gucke die Sendung 'Typisch Mann, typisch Frau' auf RTL und frage mich ernsthaft ob ich wirklich eine typische Frau bin.

Tatsache ist, dass ich bei jedem Filmausschnitt gelacht habe, mir gedacht habe, dass ich die 10€ locker rausgeholt hätte und dem Künstler ordentlich meine Meinung gegeigt hätte.

Auch sonst bin ich irgendwie nicht die typische Frau und manchmal ist das echt beängstigend. Ich gehe ungern shoppen, habe weniger Schuhe als mein Freund und habe früher mit kleinen Spielzeugautos gespielt. Ach und ich trinke gerne Bier, ich mein so richtiges. Alt, Pils, Radler, wie auch immer, einfach alles an Bier. Und ich mag es, wirklich! Nun darf man gerne spekulieren, warum dem so ist. Pädagogisch gesehen könnte es daran liegen, dass ich als Kind nicht unbedingt in die Rolle eines klassischen Mädchens gepresst wurde, sondern selbst entscheiden durfte, ob ich auch mit "Jungssachen" spielen möchte. Aber woher die Abneigung gegen´s shoppen? Woher der Humor? Manchmal glaube ich, dass ich sowas gar nicht wissen möchte. Sonst würde ich mich nachher noch gruseln. Oder so...

 

Männer mit femininer Ader zum Gedankenaustausch anwesend? (:

28.1.11 22:14


Nächtliche Gedanken Teil 1 von unendlich.

Guten Morgen!

Ja, tatsächlich, guten Morgen, ich bin nämlich gerade erst aus dem Bett gerollt, blöderweise. Wenn man schlaflos ist und dann plötzlich schläfrig kommt einem das Bett so kuschelig weich vor, dass man gar nicht mehr widerstehen kann. So viel zu meiner Verteidigung!

Woran lag nun also meine Schlaflosigkeit?

An den liebenswerten Gedanken. Jeder, naja zumindest einige, haben sie, viele kennen sie und die meisten hassen sie. Jedenfalls diejenigen, die wegen ihren Gedanken nicht schlafen können -so wie ich. Für die Leser, die nicht wissen, wieso man allein durch Gedanken schlaflos sein kann, sollten sich glücklich schätzen und es dabei belassen. Es besteht ein hohes Ansteckungsrisiko!

Und welchen Inhalt hatten meine Gedanken?

Hauptsächlich drehten sie sich um meinen bevorstehenden Umzug zu meiner Mutter, 300km von dem Krieg weg, der hier herrscht. Ich muss gestehen, ich habe erst viel zu spät an diese Möglichkeit gedacht und es gab einen mehr oder minder einfachen Grund dafür: Ich wollte erwachsen sein. Mit 17 Jahren wohlbemerkt und ich bin an dieser Aufgabe schlichtweg gescheitert. Man könnte jetzt spekulieren, ob ich es geschafft hätte, wenn ich nicht so psychisch angeschlagen gewesen wäre, aber es ist so geschehen, wie es ist und ich bin an einer Erfahrung reicher, für die ich dankbar bin, auch wenn es hart war. Mit dem Umzug zu meiner Mum werde ich nicht mehr erwachsen sein müssen. Jugendlich und verantwortungsbewusst, ja, aber nicht mehr erwachsen. Wer der Unterschied sucht, sollte sich selbst vielleicht einmal fragen, was er ist, Erwachsener oder Jugendlicher? Mit dem Umzug zu meiner Mum wird auch die Sorgerechtsklage ihrerseits ein Klacks werden und der Unterhalt muss sowieso gezahlt werden, egal ob an mich oder an meine Mutter. In 228 Tagen werde ich zwar 18, wie mein Vater so schön ansetzte und das Ganze als sinnlosen Racheakt bezeichnete, aber immerhin tut meine Mutter etwas für mich. Sie klagt das Geld ein, was er nicht zu zahlen bereit war, obwohl er sie damals und noch heute dafür verurteilt nicht gezahlt zu haben. Wie fragte der Anwalt meiner Mutter so schön? "Ist er ein bisschen irre?".

Bei meiner Mutter wird es auch in der Hinsicht einfacher, dass ich Ruhe habe. Ich muss mich nicht mehr tagtäglich damit rumschlagen, wie viel Geld diesen Monat noch für´s Essen bleibt oder was noch bezahlt werden muss. Und vor allem habe ich nicht den großen bösen Wolf in meiner Nähe, der immer wieder Angriffe gegen mich startet, obwohl er es vielleicht "gut meint", was ich bezweifle. Er wird mich für dumm halten, dass ich zu meiner Mutter ziehe, aber beantwortet mir eine Frage! Was soll ich in der lieblosen Obhut meines Vaters, in der ich psychisch krank geworden bin, wenn ich bei meiner Mutter eine liebevolle Umgebung habe und langsam genesen kann, glücklich sein kann?

Letztenendes ist es ein Krieg zwischen meinen Eltern und mein Vater hat mich die Jahre zu sehr zerbombt, als dass ich mich vor Gericht für ihn entscheiden kann.

Das waren also so meine Gedanken, wobei sie sich zusätzlich noch um meinen anstehenden Schulwechsel drehten. Ich ziehe nicht nur 'zurück' zu meiner Mutter, sondern auch zurück in meine alte Schule, die ich bis zu den Herbstferien besucht habe. Einerseits habe ich Angst davor, aber andererseits habe ich bereits wieder Kontakt aufgenommen zu einer alten Klassenkameradin, die sich auf mich freut. Kann es noch besser werden? Eindeutig! Nämlich dann, wenn ich, ganz kleinkindlich, meine Mum dazu überredet hab uns wieder einen Hund zuzulegen!

28.1.11 16:10


Mir fällt grad kein aussagekräftiger Titel ein.

Jedenfalls wollte ich euch einfach mal sagen, dass nun für diese Uhrzeit schluss ist! Ich glaube ich hab euch bis zum Nachmittag oder späten Abend des heutigen Tages genug Lesefutter gegeben und werde mich nun ins Bett begeben, in der Hoffnung ein paar mehr als 6 Besucher und 0 Kommentare abstauben zu können.

Somit wäre ein guter Vorsatz für dieses Jahr beinahe erfüllt. 'Erstelle einen Blog und führe ihn' war der Wortlaut. Ebenso habe ich meiner Schlaflosigkeit contra gegeben, indem ich prduktiv war, auch schonmal etwas. Der Wecker wird um 6 Uhr klingeln, bleiben also noch zwei Stunden Schlaf, in der Hoffnung es bleibt bei den besagten zwei Stunden.

In dem Sinne:

Gute Nacht, Welt, oder guten Morgen, wie man´s nimmt.

28.1.11 03:54


Wie alles begann.

Wie versprochen rolle ich für euch -und in erster Linie für mich- mein Leben auf.

Ich wurde am 12.09.1993 in einem Krankenhaus geboren, wie die meisten Menschen dieser Welt oder zumindest in Deutschland. An die ersten Jahre meines Lebens kann ich mich natürlich nicht erinnern, aber ich wage zu behaupten, dass sie schön waren. Meine Familie hat größtenteils unter einem Dach gelebt, Mutter, Vater und eine große Schwester. Das Erste an das ich mich erinnere ist mein Kinderzimmer auf einem alten Bauernhof. Die Tapete war mit kleinen Zauberern geschmückt, ich hatte ein Hochbett und ein Fenster mit Gardinen. Irgendwann hatte ich kein Hochbett mehr, an das andere Bett kann ich mich allerdings nicht wirklich erinnern -warum auch immer. Die Räume in unserem Haus waren verwinkelt, es gab ein Spielzimmer mit Virtrine und buntem Sofa und da hinter lag das Zimmer meiner Schwester. Mein Zimmer war, meines Wissens, durch das Wohnzimmer zu erreichen, an das Schlafzimmer meiner Eltern kann ich mich nicht erinnern. Die Küche schloss direkt an der hinteren Haustür an und führte zu einem alten Kuhstall und zu einem Flur, der widerum die vordere Haustür beinhaltete. Dort gingen besagtes Spielzimmer und das Wohnzimmer von ab. Ich glaube ich hatte dort eine behütete Zeit, ohne viel Streit oder sonst was.

Eins muss ich euch vielleicht sagen: Ich habe absolut keine Ahnung von den Zeitfenstern, die zwischen meinen Erinnerungen liegen, ich weiß kaum noch, wann ich wie alt war, aber das tut im Grunde auch nichts zur Sache.

Später kamen meine Eltern auf die glorreiche Idee ein Haus zu bauen, ein Fachwerkhaus um genau zu sein und es steht noch heute in meinem ehemaligen und zukünftigen Wohnort. Mit diesem Haus beginnen bereits die schlechten Erfahrungen meines Lebens, die in ihrer Gesamtheit zur besagten Gefühlsdiät geführt haben. Im neuen Haus gab es Streit. Etlich viel Streit. Viel vom Inhalt habe ich meistens nicht mitbekommen, aber heute weiß ich, dass es meistens um Geld und um die Affäre meines Vaters ging, welche noch heute nicht so ganz klar belegt ist. Ich kann mich noch genau daran erinnern, das fast immer Aschenbecher oder Tassen zu Bruch gingen und mein Vater verletzt war. Es rankt auch ein Mythos um eine Schraube im Schreibtisch, die mit einer Weinflasche rein gehauen wurde und sich so verkeilte, dass sie nicht zu entfernen war -im übrigen durfte ich den Schreibtisch später als meinen Computertisch haben. Mittlerweile ist er wohl im Sperrmüll verbrannt oder so. Es gab in dieser Zeit viele Tränen, eine zeitlich bestimmte Trennung meiner Eltern und eine mehr oder minder glückliche Wiedervereinigung nach der Therapie meines Vaters. Ich habe viel aus dieser Zeit verdrängt und staune heute über die Dinge, die langsam ans Tageslicht kommen, wobei ich manche Wahrheiten wohl nie erfahren werde. Einige Zeit hielten wir uns gegenseitig aus, doch es kam wie es kommen musste und schlussendlich war ich schon damals froh, dass meine Eltern sich endgültig trennten. Nie wieder Streit! Nie wieder abends zu meiner Schwester ins Bett kriechen, um mit der Angst beim Gebrüll der Eltern nicht allein zu sein! Nie wieder Alpträume! Naja, teilweise zu früh gefreut.

Ich zog also mit meinem Vater in eine neue Wohnung, direkt über dem damals gemeinsam geführten doppelseitigen Laden meiner Eltern. Meine Schwester blieb bei meiner Mutter und alles war prima, denn ich konnte die beiden jederzeit besuchen. Der Laden wurde übrigens aufgegeben, das Haus verkauft (oder zwangsversteigert, ich habe keine Ahnung) und meine Eltern blieben hoch verschuldet. Gemeinsam mit meinem Vater lebte ich einige Zeit glücklich (!) in der neuen Wohnung, bekam von dem Stress mit dem Vermieter wenig mit und liebte den freien Zugang zum Internet und das Leben in dieser, doch schon ziemlich, luxuriösen Wohnung mit mehr Zimmer als wir gebraucht hätten. Meine Grundschule empfahl mir das Gymnasium, ich wechselte dort hin und fand auf Anhieb eine kleine Clique von Freunden. Nach wenigen Wochen bzw. bis zu den Herbstferien, besuchte ich dieses nahe gelegene Gymnasium und war glücklich. Sogar mit der, mittlerweile zweiten, Freundin meines Vaters war ich glücklich und war es auch noch, als wir umziehen sollten. Hin zu meinem momentanen Wohnort. Natürlich war es schwer von meiner Mutter und meiner Schwester Abschied zu nehmen, denn uns würden von da an 300km trennen, aber im Prinzip freute ich mich auf den Umzug -soweit ich mich erinnern kann. Es war ein anstrengender Umzug, mit Katzen und nur einem Kombi und passendem Anhänger, sodass wir mehrmals fahren mussten. Ich lebte mich schnell in meiner neuen Umgebung ein, fand neue Freunde und war wieder glücklich. Auch noch mit 13 Jahren und dem ersten, richtigen Freund. Als ich rausbekam, dass er mich von vorne bis hinten verarschte, ausnutzte, anlog und hinterging war ich definitiv nicht mehr glücklich. Aber ich glaubte an die Liebe und war der festen Überzeugung, dass mein Vater meinem Freund Unrecht tat, wenn er ihn beschimpfte oder mir ein Treffen untersagte.

Kurz gesagt -er tat kein Unrecht, aber seit dieser Zeit war wohl irgendwas in mir aufgewacht, was zur Rebellion rief. Es gab immer öfter Streit, ich zog mich immer mehr zurück, ging nachts an den Pc oder machte Hausaufgaben, ja, stellte mir den Wecker auf 2 Uhr morgens, ging um 5 Uhr schlafen und stand um 7 Uhr wieder auf. Eigentlich war ich glücklich. Eigentlich. Zumindest hätte ich vielleicht glücklich sein sollen, aber ich war es immer seltener. Freunde stellten sich als falsch raus, Sticheleien in der Schule wurden alltäglich und die Streits mit meinem Vater heftiger. Ein neuer Umzug stand irgendwann an, in die Wohnung unter der der Freundin meines Vaters. Ich bekam ein nahezu riesiges Zimmer mit gelben Wänden, einer orangenen Bordüre und einer wundervollen neuen Couch, die gerade jetzt in diesem Moment im Raum steht, in dem ich sitze und euch zu später Stunde noch schreibe. Ihr merkt, es geht auf den heutigen Tag zu, nicht wahr? Von da an ging es stetig bergab. Beleidigungen wurden zwischen meinem Vater und mir alltäglich, es gab viele Krisen und letztenendes hatte ich meinen Status als herzlos, gefühlskalt und asozial wett. Ich trat jedem in den Arsch, der mich liebte und war eine fette Marde, die immer mehr zu fressen haben wollte und von einem armen Arbeiter gefüttert wurde, in der Hoffnung sie würde bald zu irgendwas heranreifen. Tja, da stand ich nun, schrieb Tagebuch, um meiner eigenen Wut Luft zu lassen, die ich so gekonnt unterdrückte und jeden anlächelte, der mit mir redete. Von außen hin war ich ein fröhlicher Mensch, bei anderen immer verantwortungsbewusst und lieb, doch wenn ich in mein zerstörtes Heim zurückkehrte, war alles anders. Ich war nicht liebenswert und ich hab heute noch das Gefühl, dass sich irgendetwas Schweres auf mein Herz legt, wenn ich daran denke. Einzelne Erlebnisse, die ich vielleicht irgendwann nochmal genauer verarbeiten werde, machten ein 'Glücklichsein' unmöglich. Selbstmord erschien wie in roten Lettern in meinen Gedanken und der eigene Mord wurde ausführlich geplant -und doch nie durchgeführt. Zu lebhaft war die Liebe seitens meiner Mutter und meiner Schwester. Meinen Vater empfand ich schon lange als kalter Klotz und all meine Versuche mit ihm zu reden, ohne zu streiten, scheiterten. Egal ob Briefe oder gesprochene Worte, alles vergebens, ich bekam nichts als Kälte zu spüren. Am 05.09.2009 lernte ich dann meinen Retter kennen, auf der hiesigen Kirmes. Vom 19.09.2009 an hatte ich einen weiteren Faden, der mich am Leben hielt -und trotzdem in die Verzweiflung trieb.

Das letzte Jahr möchte ich nur noch kurz zusammenfassen. Es gab einen Besuch beim Jugendamt, der vieles veränderte, ich zog bei meinem Freund ein und war für kurze Zeit wieder glücklich, bis die Anforderungen des 'Erwachsenseins' mich einholten. Drei Nächte verbrachte ich in dem Jahr auf der geschlossenen oder halb geschlossenen Station als Krise, wegen eines Briefs, in dem ich fünf Mal erwähnte, dass ich mein Leben beenden wollte. Und nach einem Versuch, der vorher stattgefunden hatte. Zu dem Klinikbesuch bleibt eins zu sagen: Er hat mir nicht geholfen. Nur insofern, dass ich Angst habe an Selbstmord zu denken, weil ich Angst habe wieder in die Klinik geschickt zu werden. Und seitdem sind meine Ängste vor diversen Ärzten sehr gewachsen. Es gab diverse Trennungsversuche von meinem Freund, schöne Besuche bei meiner Mutter und viel Krieg mit meinem Vater -auf psychischer Basis.

 Und heute? Heute sitze ich in der Wohnung meines Freundes, quasi auf gepackten Koffern, denn vor einer Woche etwa habe ich mich dazu entschieden zu meiner Mutter zurück zu kehren. Die letzten Besuche haben mir gezeigt, dass ich dort oben glücklich sein und genesen kann, mich erholen kann von dem Krieg, den ich über etwa drei Jahre geführt habe. Nun gilt es also die Wunden zu lecken, den eigenen Schweinehund zu überwinden und die letzten Reste des sturen 'Erwachsenseinwollens' zurück zu lassen. Ebenso wie meinen Freund, mit dem ich nun eine Fernbeziehung führen will. Vielleicht frischt das die Luft in eben jener Beziehung mal auf.

 

Noch Fragen? Her damit.

Und herzlichen Glückwunsch, wenn du es überlebt hast diesen ätzenden, langweiligen und schlecht geschriebenen Beitrag zu lesen!

28.1.11 02:47


Wenn die Seele eine Mauer baut.

Nun ist es also soweit. Ich fange mit dem bloggen an.

Nur wie soll ich anfangen? Über was soll ich schreiben? Vielleicht erstmal einige Worte zur Namensgebung dieses Blogs.

Gefühlsdiät. Eine Wortkreation meinerseits, die es mit Gewissheit auf dieser Welt schon gegeben hat und ich entschuldige mich recht herzlich bei den Menschen, die dieses Wort vor mir benutzt haben, dass ich es nun so 'schändlich' missbrauche, für einen Blog, der ein Ursprung meines eigenen Egoismus ist. Gefühlsdiät beschreibt den Zustand einer Gefühlswelt, wenn sie beginnt zu wanken. Zum Beispiel wird ein Mensch beleidigt, er nimmt sich die Beleidigung zu Herzen und es versetzt ihm einen Stich, weswegen er dementsprechend wütend reagiert. Wenn der Mensch jedoch, bewusst oder unbewusst, eine Gefühlsdiät angefangen hat, ist der Stich zwar da, aber die Reaktion bleibt aus. Oder ist zumindest nicht die, die vor der Gefühlsdiät stattgefunden hätte. Der Betroffene hält seine Gefühle also zurück, versucht sie langsam, aber sicher weniger werden zu lassen. Genauso wie der Hunger bei einer Diät zurück steht und die Pfunde (zumindest angeblich) purzeln. Deswegen Diät. Und weil´s um Gefühle geht, eben Gefühlsdiät.

Doch was hat der ganze Quatsch mit 'Gefühlen', 'Diät' und dem anderen, ziemlich verwirrenden, Zeugs jetzt mit diesem jämmerlichen Blog, ohne eigenes Design oder sonst was, zu tun? Ganz einfach: Ich befinde oder befand mich in einer Gefühlsdiät und möchte euch, den Lesern, davon berichten. Nicht wirklich wie ein Diättagebuch, sondern wie ein normales Tagebuch. Ich werde euch an meinem Leben teilhaben lassen und ihr dürft versuchen aus diesem ganzen Kuddelmuddel eure Schlüsse auf die Namensgebung dieses Blogs zu ziehen -und glaubt mir, ich werde es euch nicht gerade leicht machen!

Wer am Ende dieses Blogs (möge er Jahre bestehen und auch ordentlich geführt werden...) noch durchsteigt und klar im Kopf ist bekommt einen Eimer Kekse und eine mit gelbem Buntstift angemalte Krone aus Papier zum auf-den-Kopf-setzen. Herzlichen Glückwunsch im voraus!

 So weit, so gut. Zum Schluss sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich mein Leben im nächsten Eintrag von vorne nochmal durchgehe, um euch einen kleinen Einblick zu geben. Und ich möchte euch vorwarnen: Ich bin keine einfache Person, sondern vielschichtig und sprunghaft. Man könnte auch sagen multipel, aber so schlimm ist es dann auch wieder nicht. Ich bezeichne es gerne als Stimmungstrunken.

 Nun denn. Stoßen wir auf eine wohlgesinnte, kritikreiche, humorvolle, traurige, lebendige, spontane, impulsive und vor allem schöne Blogzeit miteinander an!

Prost!

28.1.11 01:40


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