fogetting us, forgetting everything
Schuld.

Heute ist wieder einer der Tage, an denen ich durchheulen könnte. Dieser Tag bringt mir das Gefühl, dass ich an allem schuld bin. Ich bin schuld an dem Stress, den meine Mutter hat. Ich bin schuld, dass sie sauer ist und sich eine Auszeit nimmt, zu ihrem Freund geht, für ein paar Tage. Ich bin schuld, dass sich der Großteil meines Umfeldes verletzt fühlt. Und an diesem Tag denke ich mir: Wozu das Ganze?

 Wozu bin ich umgezogen, wenn alles hier von vorne losgeht? Wozu? Wer kann überhaupt in meiner Nähe leben, ohne zu einem gefühlskalten Monster zu werden, ohne, dass ich merke, dass ich denjenigen dazu zwinge? Ich weiß es nicht, ernsthaft nicht. Ich verzweifle an meinem eigenen Charakter, will mich ändern, doch es tut sich nichts. Nichts, nichts und wieder nichts! Wenn ich wenigstens wüsste, wie ich das anstellen soll, wie der Weg zum 'neuen Ich' lautet, was der Grund für diesen ganzen Dreck hier wäre, dann wäre es okay. Dann wüsste ich wenigstens etwas und könnte mich selbst dafür in den Arsch treten, dass ich trotzdem nichts tue. Aber wie soll man sich ändern, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll? Wo liegt der Schlüssel zum Durchhalten? Wie, verdammt nochmal, schaffen andere das?

21.3.11 20:52


Verschoben.

...wurde der Gerichtstermin für den Unterhalts- bzw. Sorgerechtsstreit meiner Eltern. Nicht nur der Termin -die ganze Angelegenheit wurde an das hiesige Amtsgericht weitergereicht, zur Schadenfreude von mir und meiner Mutter. Irgendwie kommt mir dieser Verlauf bekannt vor und ich hoffe doch sehr, dass er auch das erwartete Ende nimmt. Mal sehen, was mein Herr Erzeuger sagt, wenn er den Fall tatsächlich verliert und blechen muss. Theoretisch müsste er schon seit Monaten gesagt haben ,,Ich liebe mein Kind, deshalb bezahle ich gern 295€!" Komisch, dass er sich stattdessen in seinem Blog darüber aufregt, dass er tatsächlich auf Unterhalt verklagt wurde. Damals hieß es ,,Das ist dein Kind, du liebst es, also kannst du auch zahlen!". Wie glaubwürdig ist ein Mensch, der die Kindesmutter bis zum Oberlandesgericht geschleppt hat, aber selbst nicht zahlen will?
1.3.11 14:15


Zu kurz.

Der Tag ist definitiv zu kurz geworden! Ich bin davon überzeugt, dass irgendjemand über die Jahre hinweg ganz still und heimlich Minute um Minute vom Tag geklaut hat und nun fehlen fünf Stunden, mindestens! Zumindest geht es mir derzeit so, also, dass die fünf Stunden einfach fehlen. Die neue Schule ist anstrengend, die neuen Klassenkameraden sind anstrengend, die Dreiviertelstunde, die ich jeden Tag einmal für hin und einmal für zurück in/von die/der Schule ist anstrengend. Dann habe ich vielleicht eine Stunde Zeit, um etwas abzuschalten, bzw. Hausaufgaben zu machen, anschließend gibts Mittagessen, bei dessen Zubereitung ich meistens schon helfe. Nebenbei möchte natürlich das Zimmer ordentlich gehalten werden, Oma möchte eine halbe Stunde lang plaudern und am besten wäre es ja noch, wenn ich gleich noch einkaufen gehen könnte! Da fängt´s dann schon mit den fehlenden fünf Stunden an.

 Früher hatte ich die Zeit, in diversen Foren aktiv zu sein, zu spielen, mich mit Freunden zu treffen und so weiter und so fort. Früher waren es eigentlich auch dieselbe Ansprüche und Verantwortungen, die ich erfüllen musste. Warum zum Henker schaffe ich es also nicht mehr die reale und die virtuelle Welt so unter einen Hut zu bekommen, dass keine der Beiden zu kurz kommen? Ich bestehe auf meine 5-Stunden-Theorie!

Der Dieb wird übrigens eigenhändig von mir erwürgt und anschließend den Ratten zum Fraß vorgeworfen. Oder ins Dschungelcamp geschickt -als Ersatz für Dr. Bob. Naja, jedenfalls solls ihm nicht gut gehen. Mir gehts immerhin auch nicht ganz gut, ich bekomm wieder Rückenschmerzen und müde bin ich auch schon den ganzen Tag. Eigentlich kann ich ja nicht mehr müde sein, war ich doch gestern schon.

((:

 Achso, der Stress lässt all seine Opfer grüßen und ausrichten, dass die genervten Gesichter ihm einen Heidenspaß machen! Nur mal so am Rande erwähnt. Der ist nämlich ganz schön frech, der Stress.

17.2.11 22:14


System wird neugestartet.

Nun ist es so weit, seit Freitag bin ich offiziell wieder eine Niedersächsin, wohne in einem kleinen Dörfchen und genieße das Familienleben mit Elternteil und Oma in einem Haus. Keine Miete, ein Festnetztelefon, samt Internetanschluss, keine Gedanken mehr über das Geld, was am Ende des Monats fehlt und die einzige Verantwortung, die übrig bleibt ist es das Haus samt Zimmer ordentlich zu halten. Vielleicht kommt irgendwann ein Tier hinzu, aber diesen Monat wird es eher knapp. Das Zimmer ist eingerichtet, die Deko ein wenig persönlicher gestaltet. Das Bücherregal ist leider noch ziemlich leer, aber das kommt alles noch nach und nach. Hauptsache der Laptop ist mitgekommen, einige Klamotten und alles andere Überlebenswichtige. Nur habe ich mal wieder meine Bürste vergessen, aber das ist nichts Neues.

 Tja und heute sitze ich hier und kann nicht glauben, dass mein Freund ohne mich nach Hause fährt. Noch immer ist das Gefühl da "Bald fahr ich wieder nach 'Hause'", so wie es immer war. Aber jetzt ist das hier mein neues Zuhause, ich führe fortan eine Fernbeziehung und generell wird ziemlich viel ziemlich anders. Ich nim gespannt, ob ich es wirklich schaffe mich zu überwinden, mich aufzuraffen und diese Chance endlich zu nutzen.

Auf einen neuen Anfang, den ich hoffentlich nicht vermassel!

13.2.11 14:34


Schlaflos die Dritte. Gefühlsausbruch die Erste.

Ich kann seit gut einer Woche nicht mehr richtig schlafen. Jedes Mal, wenn ich den Pc oder den Fernseher ausschalte, weil ich müde bin, liege ich wach da und warte auf den Schlaf, bis ich nach einer Stunde wieder aufgebe und irgendwas tue. Drei Mal bin ich auf dem Sofa eingeschlafen, vor körperlicher Erschöpfung, weil mein Kopf nicht mehr mitmachen wollte, ebenso wenig wie meine Muskeln, doch auch dann habe ich mich nur wenige Stunden erholen können. Dementsprechend war ich seit gut einer Woche nicht mehr in der Schule, weil ichs einfach nicht geschafft habe, emotional und körperlich. Ich weiß, dass das größtenteils mit Depressionen zu tun hat und dass ich nur mit Aktivität da raus komme, aber ich hab Angst. Angst vor dem Abschied von meinen Freunden, Angst vor dem, was mich bei meiner Mutter erwartet, wenn ich so weitermache, wie bisher. Ich will nicht, dass das gute Verhältnis mit ihr an mir scheitert. Will nicht, dass sie unter mir leidet. Es war egoistisch und naiv zu glauben, dass wirklich alles gut wird, wenn ich zu ihr ziehe. Klar, es würde mir besser gehen, aber das ändert nichts an meinem Wesen, an meinem Charakter, welcher innerhalb von mehreren Jahren zu einem Monstrum an Kälte und Ignoranz gewachsen ist, vermischt mit Wärme und Liebe. Mittlerweile zweifle ich an mir selbst, weiß nicht mehr, wer ich wirklich bin, welche meiner vielen Seiten und Gefühlsausbrüchen die Wahren sind. Früher habe ich aus Spaß gesagt "Manchmal habe ich Angst vor mir selbst!", heute habe ich es wirklich. Ich denke nicht nach, über das was ich tue und wenn ich darüber nachdenke, dann nicht genügend. Ebenso kann ich mich nicht selbst überwinden, kann nicht über meinen eigenen Schatten springen, den Schweinehund nicht besiegen. Kann mich nicht aufraffen etwas zu tun, weil ich weiß, dass ich wieder was falsch mache. Blöd nur, dass ich selbst mit meiner Untätigkeit etwas falsch mache. Was ist falsch, was richtig? Wie kann ich es meinem Umfeld zumindest einigermaßen recht machen, ohne mich darin zu verrennen? Manchmal denke ich Gedanken, vor denen ich zurückschrecke, die mich selbst schocken und frage mich, warum ich sowas denke. Aus Verzweiflung? Sind es wirklich meine Gedanken? Und wo, verdammt, ist das unbeschwerte Mädchen hin, das lachen konnte, das schlafen konnte, das in der Schule saß und gute Noten schrieb? Wann habe ich es verloren und wo? Wieso? Viele erleben mich als freundlich, witzig, durchgedreht. Andere erleben mich als nachdenklich, still und höflich. Und wieder andere meinen ich wäre streitsüchtig, asozial und gefühlskalt. Dazwischen irgendwo bin ich auch noch sensibel, emotional und irgendwie unterwürfig, obwohl ich in einer Gruppe doch dominant bin, meine Meinung deutlich vertrete. Wer bin ich? Kann ich all das sein, oder ist dieses Zerwürfnis meiner Persönlichkeit daran schuld, dass alles schief läuft und ich es niemandem, nicht einmal mir selbst, recht machen kann?

Psychologen anwesend, die sich bitte durch den Mist durchwühlen möchten, ohne mir zu sagen, dass ich eine Therapie brauch? Das wurde mir oft genug gesagt, ich möcht mal ne Meinung hören, die nichts mit therapeutischen Dingen zu tun hat. Nur so, für mich.

4.2.11 10:49


Neues, Aggressionen und andere Seltsamkeiten.

Neues gibt es eigentlich kaum etwas, mal abgesehen von der Tatsache, dass ich mich meiner Sims³-Sucht hingegeben und mir nun doch Reiseabenteuer und Late Night gekauft, meiner Meinung nach die 'Lohnensten' Erweiterungspacks. Was ich mir noch wünschen würde wäre ein Tiererweiterungspack und dementsprechen auch die Jahreszeiten, aber es ist ja allseits bekannt, dass die Entwickler gerne20 Erweiterungspacks auf den Markt schmeißen, statt 5 Zusammengefasste, also werd ich mich nicht lange gedulden müssen.

Meine Aggressionen rühren von einem gewissen Internetstickanbieter mit Blubberbläschen her, deren Stick regelrechter Schrott und eine miese, fiese Abzocke ist, um´s mal deutlich zu machen. Der Name des Anbieters sei hier mal nicht genannt, um rechtlichen Gemeinheiten deutlicherweise aus dem Weg zu gehen. Der Blubberbläschenanbieter schmeißt also einen Internetstick auf den Markt, mit monatlichen oder täglichen Gebühren, was auch recht angenehm ist, da man volle Kostenkontrolle hat -besonders weil er eben über Prepaid läuft. Alles schön und gut, wenn man sich mit dem Kleingedruckten auseinandergesetzt hat, in dem steht, dass ab einer gewissen Downloadmenge die Bandbreite gekürzt wird. Damit war ich einverstanden, das muss man sagen. Womit ich allerdings nicht einverstanden war, ist, dass nach ca. einem Monat Nutzung die höchste Bandbreite, nämlich UMTS, anscheinend spurlos aus dem Netzwerk des Blubberbläschenanbieters verschwunden ist. Schaltet man den Stick ein, ist es noch da, verbindet man ihn allerdings mit dem Internet -schwupp- gibts es nurnoch HSPA oder Schlimmeres. Da frage ich mich doch allen Ernstes wozu noch diese lächerliche Bandbreitenkürzung durchgeführt wird! Noch dazu gibts es nach der Bandbreitenkürzung noch einen Zähler an MB, der runtergezählt wird, je nachdem wie viele MB man eben runterlädt. Blöd ist, wenn dieser Zähler, wie bei mir, dann plötzlich -und ohne Vorwarnung (die netterweise zumindest bei der Bandbreitenkürzung erscheint)- auf 0 steht und das Internet sich verabschiedet. Hat der Blubberbläschenanbieter an Geschäftsleute gedacht, die bei einem Internetzusammenbruch gleich wieder zu ihrem Psychologen rennen müssen, was verdammt teuer ist? Ich glaube die haben sich verschworen, allesamt. Pfzeh!

Nun, genug aufgeregt, auf und hinfort zu den Seltsamkeiten! Seltsam ist es, wenn man sich seiner Entscheidung sicher war und plötzlich dann doch Zweifel hat, obwohl es schon zu spät für sowas ist. Seltsam ist es, wenn man etwas Böses denkt und man schockiert denkt, dass das nicht so gemeint war, obwohl man genau weiß, dass man das gedachte nicht rückängig machen kann und es einem dementsprechend schwer auf dem Herzen liegt. Seltsam ist es, dass mein Unterhalt diesen Monat nur von einer Person eingegangen ist, während der von der zweiten, eigentlich zuverlässigereren, Person gänzlich und ohne Erklärung fehlt. Und zu guter letzt ist es auch seltsam, dass man sich, während sich der Partner im Schlaf ankuschelt, ausmalt, wie man in einer Disco einen netten Herrn kennenlernt.

So viel zur Auffrischung.

Nett ist es übrigens, dass ich bereits so viel Feedback von meinen lieben Lesern bekommen hab, ein großes Danke dafür! Und immerhin ist mein plötzliches Verschwinden doch nicht ganz unbemerkt geblieben. (:

Es kam von meiner lieben Ainex die Frage, wie ich 'das' mache, also das bloggen, einfach drauf losschreiben und ganz ehrlich? Ich hab absolut keine Ahnung! Ich weiß nicht, ob´s an den Genen liegt, denn mein Vater verzaubert mit seinem Blog auch etliche Menschen, zieht sie in ihren Bann, was mir schon so manches mal erheblichen Schaden zugefügt hat. Meistens ist es einfach so, dass ich meine Gedanken aufschreibe. Das, was mich gerade beschäftigt, kommt auf´s virtuelle Papier, die Wortwahl spielt dabei für mich keine Rolle, ja, ich vergesse sogar manchmal, dassich in der 'Öffentlichkeit' schreibe, aber solange alles anonym bleibt, ist es ja eh 'egal' ob und wie. Dazu muss man sagen, dass es viele Arten von Blogs gibt. Tägliche Gedichte, zum Geschehniss des Tages oder einfach irgendwelche willkürlichen Chatlogs, Tagebücher, Geschichten und und und. Man muss für sich seine eigene Variante finden, einfach die, bei der man das Gefühl hat, dass die Gedanken fließen, dass die Worte noch eher durch die Finger, über die Tastatur, in das Schreibfenster kommen, als man sie gedacht hat. Deswegen meistens auch die fiesen Tippfehler meinerseits oder Wortwiederholungen, weil ich im Prinzip nicht darauf achte, was ich schreibe, sondern nur gebannt meinen Fingern auf der Tastatur folge, wie sie die Buchstaben anschlagen. (: So viel zu deiner Frage, Herzchen, ich hoffe dir damit vielleicht einen kleinen Denkanstoß für deinen eigenen Blog gegeben zu haben!

Ach und übrigens ist es nicht schlimm, wenn man längere Geschichten, wie Lebensgeschichten nicht sofort bloggt, sondern über mehrere Tage hinweg schreibt. Vielleicht hilft ein Notizzettel, der die wichtigen Punkte zusammenfasst, zu denen du noch deine eigenen Gedanken, die dir beim Schreiben aufkommen, addierst.

 

So, nun ist aber für´s Erste Schicht im Schacht! Kann ja wohl nicht wahr sein hier! (:

4.2.11 08:42


Gefühlsdiät mal anders.

Ich habe aus lauter Neugierde mal 'Gefühlsdiät' bei Google eingegeben und das erste, was Google mich fragte war, ob ich nicht doch Glücksdiät meine. Anscheinend ist die Wortkreation doch nicht so berühmt, aber das, worauf ich gestoßen bin, lässt mich wage hoffen, dass ich nicht die Einzige bin, die auf solche Wortkreationen kommt.

Nach ein paar Diätanzeigen und (Film?)Beschreibungen stoße ich auf ein Gedicht mit dem Titel Gefühlsdiät. Ich glaube ihr solltet es euch selbst durchlesen.

Gefühlsdiät - Karin Schönle

Ich muss gestehen, dass mein erster Impuls hin zum kleinen 'x' ging, als ich es bis etwa zur Hälfte gelesen hatte. Nach ein wenig überlegen habe ich es dann aber doch zur Gänze gelesen und war völlig fasziniert, dass ich gleichzeitig alles und doch irgendwie gar nichts verstanden hatte.

Und ich muss gestehen, dass ich noch immer ganz perplex bin und mich frage, was ihr so darüber denkt? In der Hoffnung ich bettel damit nicht allzu sehr nach Kommentaren, das ist eher nicht meine Absicht. Es interessiert nur eure Meinung zum Gedicht.

31.1.11 03:37


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