fogetting us, forgetting everything
Streitsucht.

Meine Mutter kam gerade rein, nur um ihr 'Recht' zu nutzen mich auf meine Übellaunigkeit der letzten Tage hinzuweisen und mir zu sagen, dass ich mal darüber nachdenken sollte, wie gut ich es hier eigentlich habe.

Muss ich das verstehen?

Seit wann bitte, habe ich das 'Recht' verloren auch mal ein zwei Tage mies gelaunt zu sein, weil die Schule mich stresst und ich an 500 Sachen denken muss?

Manchmal habe ich das Gefühl, sie hofft nur darauf, dass sie an mir ihren Stress auslassen kann. Dass wir uns einmal richtig zanken und sie wieder einen Grund findet, mich als meinen Vater zu beschimpfen und gleichzeitig all das rauszulassen, was sich sonst noch bei ihr so anstaut. Dann würden auch wieder 50 Sachen aufkommen, die ich als 'geklärt' abgehakt hatte. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem ich ihr diese Gelegenheit einfach geben werde. Nur das wird dann nicht so enden, wie sie es sich vorgestellt hat. Denn entweder werde ich dann so explodieren, dass ich nicht mehr weiß wohin mit meiner Aggression und sie angreife werde oder ich kann mich gerade so noch kontrollieren und bin die Nacht über weg und lauf mir diese ganze Wut aus der Seele. Ob ich danach noch zu was zu gebrauchen bin, kann ich nicht garantieren, ich bezweifel es eher.

In letzter Zeit brodelt es sowieso schon ganz gefährlich in mir und ich weiß, dass ich eindeutig das Potenzial dazu habe gewalttätig zu werden, wenn das Fass überläuft. Nur weiß ich nicht wohin mit meiner Aggression. Sport hilft nur eine Weile, weil ich nicht auf Abruf explodieren und alles rauslassen kann. Nun, noch ist die Hemmschwelle da, noch sind die Werte nicht ausradiert, aber wie lange hält sowas an? So langsam, wie meine Therapie momentan voran geht, glaube ich nämlich nicht, dass sich mein Aggressionspotenzial bis zum endgültigen Ausbruch abkühlt.

Ich habe mich immer gefragt, wie grausam man sein muss, um seine Frau und sich selbst umzubringen oder dergleichen. Heute sehe ich mit Erschrecken, wie nahe ich diesen Menschen bin. Wäre meine halbwegs erwähnenswerte Erziehung nicht, wäre ich wohl einer von diesen Menschen.

Ticktackticktackticktack.

 

6.10.11 19:49


Lang, lang ist´s her.

...seitdem ich hier geschrieben habe. Nun gibt es wieder einen ''großartigen'' Grund dafür. Nun, es hat sich vieles geändert, ect. pp. und heute geht das zu Ende, was mich seit etwas mehr als einem Jahr beschäftigt hat: Die Unterhaltsklage gegen meinen Vater. Das liebe Geld, wie immer.

 Es ist mir unverständlich, wie ein Mensch, der ein solches Maß an Egoismus, Narzismus und Grausamkeit in sich trägt, genau das bekommt, was er nicht verdient hat. Aber anscheinend muss man mittlerweile 'Arsch' sein, um in dieser Welt überhaupt noch bestehen zu können. Ich bezeichne diesen Tag als den Tag, an dem mein Vater starb. Für mich.

170€ muss er für jeden Monat seit Februar nachbezahlen. Ein lachhafter Betrag, wenn ich daran denke, dass die Schulbücher dieses Jahres und der vorgeschriebene Taschenrechner schon weit über 100€ verschlungen haben. Dazu gerechnet die Kleidung, die ich nicht besaß, denn von 300€ im Monat lassen sich schlecht Klamotten kaufen, wenn man sonst noch alles bezahlen muss, dementsprechend kam ich fast nackt zu meiner Mutter. Nochmal hinzu kommt das Essen, was ich esse, der Strom, den ich verbrauche, das Wasser, die Heizung und und und. Das sollten 170€ im Monat sein? Dass ich nicht lache!

Des Weiteren muss der Herr ab Oktober nur 200€ Unterhalt überweisen. Wenn man bedenkt, dass er einen Job haben könnte, bei dem er mehr als 3.000€ brutto verdienen könnte und etwa 1.700€ behalten würde, erneut ein lachhafter Betrag. Selbst meine Mutter, die weitaus weniger verdienen kann und zudem auf ein fiktives Gehalt von ihm verklagt wurde, hatte 205€ zu bezahlen. Wird langsam verständlich, was ich meine?

Er bescheißt den Staat, indem er in der Privatinsolvenz einen Selbstbehalt von 1350€ behält, obwohl sein Kind lange ausgezogen ist, er stellt Forderungen, obwohl er in der Angeklagtenbank sitzt und er tut alles, um nicht für sein Kind, SEIN KIND, zahlen zu müssen! Und natürlich stellt er sich in seiner eigenen Internetpräsenz steht´s als der Gute dar und das Opfer. Wenn er alt wird und Pflege braucht, kann er sich getrost an seinen "Mustersohn" wenden, der nichtmal ne Ausbildung hat und immernoch bei Mutti rumgammelt, während seine Ex mit dem Kind lebt.

Irgendwie kann ich meiner Wut gar keinen Ausdruck verleihen. Ich weiß nichtmal, ob es wirklich Wut ist, was an die Oberfläche gelangt, dafür bin ich viel zu gut im verdrängen und Gefühle verschließen. Aber die Tatsache, dass meine Mutter am Telefon geweint hat, lässt mich Mordgedanken fassen. Niemand, wirklich niemand, der meine Mutter zum Weinen bringt, darf sich bei mir nochmal blicken lassen. Ihren Ex eingeschlossen, den ich nur in Ruhe lasse, weil ich mir sage, dass man am Boden liegende Menschen nicht tritt.

Eigentlich habe ich schon lange keinen Vater mehr, aber erst heute wird mir bewusst, dass ich auch meinen alten Vater nicht vermisse. Er war schon immer so, wie er jetzt ist -früher wusste er es nur besser zu verbergen. Früher lohnte ich mich auch noch als Geldbringer. Ich will ihn nie wiedersehen, keinen Kontakt mehr haben und ihn einfach als tot ansehen. Es ist besser, wenn meine Kinder später keinen Opa haben, als einen, der sie nicht liebt und um des lieben Geldes wegen keine Geschenke oder sonstwas schickt.

 

Ich wünsche ihm mehr Zeit zwischen Bett und Heizung, nichts Anderes. Dort ist sein Vater gestorben und ich wünsche ihm einfach, dass er nochmal alles, was er gesagt und getan hat überdenken kann, bevor er stirbt. Vielleicht bereut er dann, was ich allerdings bezweifle. Sterben wird er sowieso irgendwann, da brauch ich ihm den Tod nicht auch noch wünschen.

28.9.11 14:48


Erkenntnisse.

Meine neusten Erkenntnisse über mein eigenes Ich trafen mich heute morgen, zehn vor acht, unvermittelt und härter denn je. Ich stellte mir nur die Frage, warum mein Ex mir nie gesagt hat, dass er mit mir unglücklich war. Ich schrieb ihm eine SMS mit selbigem Inhalt. Den Rest des Prozederes erspare ich euch.

Die Erkenntnis war einfach und klar: Ich bin nicht die, die ich zu sein glaubte. Ich glaubte das Richtige zu tun, um nicht so zu werden, wie ich schon als Kind nie werden wollte. Und trotzdem bin ich so geworden, zertrample den grünen Weg auf dem ich gehe, ohne es zu merken, lasse das Gras absterben und verrotten, während ich unbeeiirt weitergehe, wohl noch fröhlich pfeifend. Es tut weh zu erkennen, wie sehr ich mich selbst aus den Augen verloren habe, wie oft ich mich selbst belogen habe, wie sehr ich Andere verletzt habe mit meinem Verhalten, von dem ich dachte, es wäre nicht das, was es ist. Kaum zu glauben, wie groß und doch übersehbar der Einfluss ist, der in meiner Entwicklungsphase auf mich eingewirkt hat. Ich will nicht länger blind durch mein Leben laufen, ich möchte geben und nicht nehmen und für einen Moment auf diesem Weg innehalten und mich darauf besinnen dem Gras Platz zu lassen, sich zu entfalten und ihm genügend Nährstoffe zu geben, statt sie ihm zu entziehen.

Und wieder einmal erstaunt es mich, wie es zu diesem Gedankenblitz, zu dieser Erkenntnis kam. Vielleicht ist doch nicht alles ein großes, sinnloses Etwas, sondern ein geplantes, strukturiertes Etwas. Ich glaube ich musste diese Erfahrung machen, um wirklich etwas ändern zu können.

 

Spontan dazu fällt mir übrigens das Lied Die Ärzte - Allein ein. Hörenswert, meines Erachtens. Zumindest, wenn man darüber nachdenken kann, was man wirklich will und wie man dieses Ziel aus den Augen verloren hat.

 

15.5.11 19:11


Freitag. Meinetwegen auch der 13te.

Heute verstehe ich zum ersten Mal, warum Menschen so einen Trubel um den angeblichen Pechtag machen.

Es fing schon mit dem unguten Gefühl heute Morgen an, dass irgendwas scheiße und verdammt falsch läuft, ohne dass ich wusste, dass der 13te ist. Gut, Schule überstanden, danach gute Laune gehabt, bis zu dem Icq-Gespräch mit meinem Ex.

In diesem Gespräch durfte ich erfahren, dass er froh sei, dass wir uns getrennt haben. Meine Frage darauf war, nichtsahnend, wieso er das denn sei. Und dann, nach und nach, stellte sich heraus, dass meine Oma, meine Mutter und deren Freund ihm schon vor den Osterferien geraten haben Schluss zu machen. Er solle an sich denken und ich behandle ihn viel zu schlecht. Das Nichtmelden für zwei Wochen war auch geplant.

Menschen, denen ich auf den Tod vertraute, haben mich hinterlistig verraten, trauen sich nicht, mir ins Gesicht zu sagen, dass ich etwas falsch mache und haben ein schlechtes Bild von mir. Warum? Was mache ich, dass meine eigene Familie in mir das Arschloch schlechthin sieht? Bin ich wirklich so schlimm? Und ich dachte, dass mein Vater spinnt. Das Krasseste ist einfach, dass meine Mutter mir von vorne furzfreundlich erzählt, was für ein tolles Kind ich bin und wie dankbar sie dafür ist, dass sie eine so wundervolle Tochter haben kann und hinterrücks lässt sie sich darüber aus, wie mies und schlecht ich bin.

Ich fühle mich betrogen, bin enttäuscht, traurig, wütend ect. pp. Und verzweifelt. Das Gefühl, vor dem ich am meisten Angst hab, das ich am wenigsten mag. Verzweiflung, gepaart mit Hilflosigkeit. Und jetzt? Wie gehts weiter? Wie kann ich überhaupt noch irgendjemandem vertrauen, irgendjemandem meine Anwesenheit zumuten?

 

13.5.11 20:44


Heimweh.

Lange Zeit hatte ich Ruhe vor diesem sehnsuchtsartigen Gefühl, doch heute hat es mich wieder kackendreist am Kragen gepackt und hält mich seitdem in seiner Umarmung fest.

Mehr denn je, möchte ich einfach zurück, zurück zu meinen Freunden, zu den neuen Menschen, die ich heute halbwegs kennenlernen durfte, zurück in meine alte Schule, zu Lehrern, die ich kenne und die ich einschätzen kann. Und doch weiß ich, dass ich nicht zurück kann, die Wege sind verbaut, gecuppt und alleine schaff ich es nicht.

Ich frage mich jede Stunde, ob ich überhaupt noch einmal meine alten Freunde sehen kann, denn wo soll ich übernachten? Früher wäre das kein Problem, da wäre mein (nun Ex-)Freund da gewesen. Ich mein, gut, er hat mir angeboten, dass ich bei ihm auf dem Sofa schlafen kann, aber ich glaube nicht, dass er bis zu den Sommerferien soweit von mir losgekommen ist, dass ihm das keine Probleme bereiten würde. Alle anderen wohnen noch zu Hause, in festen Familien, bei denen man vielleicht 1-2 Nächte unterkommen könnte, aber doch keine 2-3 Wochen. Trotzdem möchte ich unbedingt zurück, möchte bekannte Gesichter sehen, Vertrautheit spüren, was unternehmen.

Ja, ich kann schlecht alleine sein und lange halt ichs auch nicht mehr aus. Jeden Tag alleine, zu Hause, hin und wieder mal was mit meiner Schwester oder meiner Mutter unternehmen. Freunde? Fehlanzeige. Ich brauche zu lange, um Vertrauen aufzubauen, hänge immernoch zu sehr an denen, die ich seit 6 bzw. 7 Jahren kenne und möchte eigentlich nicht wieder von vorne anfangen müssen. Aber was soll man machen, wenn man keine andere Wahl hat, als den gesamten Aufbauprozess einer Freundschaft durchzuziehen, der vielleicht umsonst ist, wenn die Person einfach nicht die Richtige ist.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

30.4.11 22:27


Freiheit!

Wow. Einfach nur wow!

Ich fühl mich nach langer, langer Zeit endlich richtig gut! Ich mein so wirklich gut, richtig happy und entspannt und einfach eben wow!

Mit meinem Ex hat sich soweit alles aufgeklärt, er hat sich entschuldigt und so weiter. Das Wichtigste dabei ist aber einfach, dass ich ihm sagen kann, dass ich mich mit der Situation, wie sie jetzt ist, eben getrennte Wege und trotzdem nett unterhalten einfach wohl fühle. Ich fühl mich frei und weiß, dass ich jederzeit sagen kann ''Nö, jetzt hab ich keine Lust mehr, das wird mir zu doll!''. Geil, geil, geil!

 Jetzt heißt es erstmal, Musik aufdrehen, Fenster auf, das tolle Wetter genießen und an diesem genialen Gefühl festhalten. Denn von dem Gefühl möchte ich ganz definitiv keine Gefühldiät nehmen! :D

29.4.11 19:25


Kleines Spielchen gefälligst?

...manchmal möchte ich, dass man mich auf diese Weise vorwarnt, wenn man irgendwelche Psychospiele mit mir spielen möchte.

 Ich habe mich vor kurzem von meinem Freund getrennt und dachte, dass das Selbstmord-Tamtam, was er bis jetzt jedes Mal abgezogen hat, wobei ich aber immer wieder nachgegeben hab, das Letzte wäre, über das ich stehen muss. Nachdem ich den Herrn wieder auf die gerade Bahn palavert habe, war auch alles prima, er hat sogar einige Scherze gemacht. Gestern Abend ging er mir dann, leider, wieder tierisch auf die Nerven, tat so, als hätte ich ihm seine zweite Familie weggenommen (Er kann mich gerne besuchen, nur in Begleitung mit Anderen aus unserer Clique und in einem Zelt übernachtend) und erzählte mir Geschichten, die ich überhaupt nicht hören wollte. Dann fragte er plötzlich warum ich ''so komisch'' wäre. Daraufhin meinte ich, dass er mich grad nervt und dass ich meine Ruhe haben möchte. Tja, wohl zu hart für den armen, verweichlichten Kerl, der ja aaaaaaaalles mit mir verloren hat. Um 09:35 Uhr heut morgen kam dann eine uminöse Sms von einer uminösen Nummer und niemand hat unterschrieben. Im Inhalt stand, dass mein Ex einen Schlaganfall (mit 24, gut und schön, kann alles sein...) hatte und nun im Krankenhaus liegt. ''Ich bin bei ihm'' schrieb Herr/Frau Unbekannt netterweise dazu. Herr/Frau Unbekannt siezte mich auch freundlicherweise. Daraufhin schrieb ich zurück, dass ich beruhigt sei, dass er in guten Händen ist. Daraufhin kam (Originalwortlaut!) folgendes zurück: Hallo man kann noch nicht gut sagen ihn hat es wohl richtig abbekommen. Ich reiche es ihm weiter. <Denkfehler Nummer 1: Ich habe nicht gefragt, ob es ihm schonwieder gut geht, sondern lediglich gesagt, dass er in guten Händen sei. Ich glaube Denkfehler Nummer 2 muss ich nicht weiter erläutern, oder? Ich bin kurz davor bei dieser Nummer anzurufen. Oder bei seinem Opa, der sich bestimmt freut, dass er mich wiedermal verarscht. Oder bei der Polizei, damit die am 11.05. seine Wohnung für mich öffnen, damit ich meine Sachen rausbekomme. Aber ich glaube ich möchte mich einfach nicht auf dieses Spielchen einlassen, das ist mir zu blöd.

 Aber wirklich erstaunlich, was für ''gute'' Ideen hinter dieser Sms stecken. Ich mein, hey! Ein Sms-Benachrichtigungsservice für alle Angehörigen erspart einem das lästige ''Mein Beileid''-Gerede, bei dem man ganz sanft sprechen muss. Und die Patienten mit Vornamen anreden, mensch, das wär toll! Und natürlich ständig einen Notarzt dabei zu haben, für den Fall das man einen Schlaganfall bekommt, ist natürlich auch nicht schlecht. Ansonsten hätte der Herr nämlich definitiv nicht ins Krankenhaus kommen können. Aber naja, was solls. Ich bin gespannt, wann er den Laptop ins Krankenhaus bekommt und mit mir schreiben kann, wo man doch mit nem Schlaganfall seine Hände so gut unter Kontrolle hat.

28.4.11 23:54


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